Dein Weg ist das Ziel
Drucken
Helsinki ist Hauptstadt und mit 590.000 Einwohnern die Metropole Finnlands. Die Stadt im Süden gilt als das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum. Gegründet wurde Helsinki durch einen Erlass des schwedischen Königs als Helsingfors im Jahre 1550. Ab 1808 fiel die Stadt unter russische Herrschaft. Viele Baudenkmäler legen heute noch Zeugnis davon ab, etwa die orthodoxe Uspenski-Kathedrale, die als eines der Wahrzeichen Helsinkis gilt. Nach Erlangung der Unabhängigkeit 1917 wurde Helsinki Hauptstadt.
In der Stadt gibt es viel zu sehen, insbesondere für Architekturfans. Neben klassizistischen und Jugendstil-Bauten finden sich funktionalistische Bauwerke. Sehenswert ist die Festung Soumenlinna. Sie befindet sich auf einer der Stadt vorgelagerten Insel und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Kiasma-Museum und das Finnische Nationalmuseum haben eine bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst. Die Nationaloper ist eines der bedeutendsten Opernhäuser Europas. Im Sommer lohnt sich ein Besuch in einem der vielen Parks und Naherholungsgebiete der Stadt.zurück zur Übersicht
Die kleine Stadt Kerimäki ist vor allem wegen ihrer beeindruckenden Holzkirche bekannt. In dem riesigen Kirchengeäude finden bis zu 3.400 Besucher Platz. Die neoklassizistische Kuppelkirche weist einen kreuzförmigen Grundriss auf und bietet beeindruckende Altarbilder. Wegen ihrer Größe wird die Kirche in "Der liebe Gott macht blau" von Arto Paasilinna zum neuen Sitz des Himmels und damit von 5.000 Engeln bestimmt. Die Kirche gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eine der Touristenattraktionen der Stadt. Weil die Kirche nicht beheizbar ist, finden hier nur im Sommer Gottesdienste statt. zurück zur Übersicht
Savonlinna liegt direkt an der finnischen Seenplatte. Damit lohnt sich ein Ausflug dorthin vor allem für Wassersportler. Bekannt ist die Stadt für die Burg Ovanlinna, welche als die am besten erhaltene mittelalterliche Burg in Skandinavien gilt und alljährlich Heimstatt eines international sehr bedeutenden Opernfestivals ist. Sehenswert ist auch noch der Marktplatz der Stadt, welcher direkt am Wasser liegt. zurück zur Übersicht
Die kleine Hafenstadt gehört zu den bedeutendsten finnischen Städten. Besonders sehenswert ist die wunderschöne hölzerne Altstadt, die fast vollständig in ihrer ursprünglichen Bausubstanz erhalten geblieben ist. Seit 1991 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit 600 Häusern handelt es sich dabei um den größten zusammenhängenden Holzhauskomplex der Welt. Vor allem die Museen, das Alte Rathaus und die Hafengegend sind einen Besuch wert. Ebenso der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende bronzezeitliche Friedhof von Sammallahdenmäki.zurück zur Übersicht
Äland gehört politisch zu Finnland, ist aber mit weitgehender Autonomie ausgestattet. Die offizielle Sprache ist Schwedisch. Die Inselgruppe zwischen Finnland und Schweden ist ein Archipel aus über 6.700 Inseln in der nördlichen Ostsee. Obwohl dort nur wenige Menschen leben, wird Besuchern Abwechslung geboten: Museen, Theater, Festivals, Baudenkmäler und Strandbäder. Aber auch die Natur ist sehenswert. Das Gebiet liegt mitten in einem Schärengebiet, das zum Nationalpark Bothnische See gehört. Das Klima ist eher gemäßigt. Die Durchschnittstemperatur liegt weit über der auf dem finnischen und schwedischen Festland. Deshalb gedeihen hier Pflanzen, die in Skandinavien eher selten vorkommen. Beeindruckend ist vor allem die Festung Hämeenlinna auf dem Älandischen Festland. zurück zur Übersicht
Eine Binnenstadt von etwa 46.000 Einwohnern, die aber einen wesentlich größeren Ballungsraum umfasst. Der Name leitet sich ab von der bekannten Burg Hämeen linna, unter deren Schutz die Stadt einst gegründet wurde. Die Burg ist auch eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und in ganz Finnland. Direkt neben der alten Burg befindet sich in der ehemaligen Festungsanlage ein sehenswertes Militärmuseum. Attraktiv sind auch die Stadtkirche und das Geburtshaus Jean Sibelius.zurück zur Übersicht
Die Hauptstadt Lapplands hat zwar nur etwa 60.000 Einwohner, ist aber eine der bedeutendsten Städte des finnischen Nordens und Finnlands insgesamt. Insbesondere wegen der einzigartigen Naturschönheiten ist die Rovaniemi und die angeschlossene Region ein Touristenmagnet. Die naheliegenden Wintersporzentren gehören zu den beliebtesten Finnlands. Das Weihnachtsmanndorf und der Santa Park locken jährlich Zehntausende Besucher an. Das Stadtgebiet ist riesig und mit einer Fläche von 8000 Quadratkilometern etwa drei Mal so groß wie Luxemburg. Neben des im Stil des Funktionalismus von Alvor Alto entworfenen Lappia-Hauses sollte man sich einen Besuch im Arktikum nicht entgehen lassen.zurück zur Übersicht
Kemi ist eine bedeutende Stadt im südlichen Lappland. Während die City relativ wenige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, ist die umliegende Natur atemberaubend. Der Koli-Nationalpark gehört zur finnischen Nationallandschaft und sollte ein fester Bestandteil jeder Finnland-Reiserouute sein. Die Sandburg, die in Kemi jedes Jahr errichtet wird, sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Weiterhin sind der weltweit älteste Eisbrecher Sampo sehenswert. zurück zur Übersicht
Inari gehört landschaftlich zu den schönsten Gegenden Finnalnds. Ein Highlight ist der Nationalpark im nördlichen Lappland nahe der russischen Grenze. Neben weiten Moorgebieten befinden sich dort viele Fjells (Hochflächen oberhalb der Baumgrenze), Wälder und eine einzigartige Tierwelt. Neben 130 ansässigen Vogelarten kommen auch alle Raubtierarten Finnlands vor - darunter Wölfe, Braunbären und Luchse.Das Gebiet des heutigen Nationalparks wurde ursprünglich von den samischen Ureinwohnern bewohnt, die dort Jagd und Fischerei betrieben. Mit dem Aussterben der Waldsamen-Kultur ab dem 16. Jh. wurden sie zusehends sesshaft. Sie fingen an, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben und brachten unter anderem halbdomestizierte Rentiere in das Gebiet des heutigen Nationalparks. zurück zur Übersicht
Das geflügelte Wort vom "Land der tausend Seen" greift eigentlich zu kurz. Denn auf einer Fläche von etwa Deutschland befinden sich über 180.000 Seen. Besonders für Naturliebhaber hat das Land im Norden Europas eine Menge zu bieten. Nirgendwo sonst in Europa befinden sich so viele Nationalparks mit unvergleichlichen Naturwundern wie in Finnland. Ein Ziel für den Massentourismus wird das skandinavische Land wohl nie werden. Wer aber nach Ruhe und Einkehr, Stille und einer beeindruckenden, nahezu unberührten menschenleeren Natur sucht, der ist hier gerade richtig. Dennoch ist das Land touristisch sehr gut erschlossen und bietet nicht nur für Naturfreunde, Wanderer, Wassersportler und Wintersportler ein reichhaltiges Angebot, sondern auch Kulturliebhaber. Die Museumsdichte pro Einwohner ist die höchste der ganzen Welt und die finnische Seenplatte ist mit 100.000 km² die größte Europas. Nationalparks und Naturschutzgebiete lassen sich dort in einer großen Anzahl finden.Die Finnen gelten gemeinhin als verschlossen und schüchtern. Dass die Finnen ein Volk von Alkoholikern seien, ist übrigens ein Vorurteil. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol ist weit geringer als beispielsweise in Deutschland. Aber wenn die Finnen trinken, dann richtig. So ist Alkohol ein wichtiges innenpolitisches Thema, dem der finnische Staat durch extrem hohe Alkoholsteuern und einer restriktive Verkaufspolitik zu begegnen versucht. Hat man einmal gelernt, mit der finnischen Mentalität umzugehen, wird man mit viel Wärme und Gastfreundlichkeit aufgenommen. Die finnische Küche ist sehr speziell und orientiert sich eher an den skandinavischen Nachbarn. Neben verschiedenen Beeren- und Lachsgerichten sind vor allem Rentiergerichte (poro) erwähnenswert. Karelische Pastete (karjalanpiirakka), ein kleines Gebäck aus Milchreis in einem Mantel aus Roggenteig, wird mit Butter und Eiern gegessen.Während im Süden des kleinen Landes ein Großteil der rund 5 Mio. Einwohner lebt, ist das extrem dünn besiedelte Lappland im Norden vor allem für den Tourismus bedeutend. Dort befinden sich einige der beeindruckendsten Nationalparks und beliebtesten Wintersportzentren. Finnland ist relativ flach, nur in Lappland lassen sich neben weitläufigen Moorlandschaften auch Hügelregionen finden, sogenannte Fjells. Im Sommer wird man seinen Aufenthalt sicher besser genießen können als im kalten und dunklen skandinavischen Winter. In den Sommermonaten scheint die Sonne von Mai bis September auch noch bis weit nach Mitternacht und geht nur für wenige Stunden unter. Aber im Winter nördlich des Polarkreises wird es über 8 Wochen nicht hell. Diese merkwürdige Kombination aus eisiger Kälte, Dunkelheit und bläulich schimmernden Polarlichtern lässt sich vor allem in Lappland bewundern. Im Sommer verwandelt sich Finnland in einen Traum für Naturfreunde, in dem man die Urlaubstage am Seeufer entspannt dahinplätschern lassen kann. Mehr Tourismus-Infos zu Finnland hier.
Sicherheit & Überblick
Finnland gilt als extrem sicheres Land mit einer sehr niedrigen Kriminalitätsrate. Das Land bietet eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur und eine umfassende Gesundheitsversorgung. Das finnische Straßennetz ist für ein so dünn besiedeltes Land extrem gut ausgebaut. Den größten Teil davon machen die Privat- und Wirtschaftswege aus, von denen viele unbefestigte Wald-und Feldwege sind. Daneben gibt es noch befestigte kommunale Straßen und 700 km Autobahnen, die vor allem den dicht besiedelten Süden verbinden. Eine beeindruckende Naturlandschaft findet man eigentlich entlang all dieser Straßen. Wer mit der Bahn fahren will, muss sich auf ein weitmaschiges Schienennetz gefasst machen, das nur die wichtigsten Städte miteinander verbindet. Wer sich auf eine Wandertour in den dünner besiedelten und weitläufigen Teilen des Landes aufmacht, sollte vorher unbedingt die Behörden informieren und die gekennzeichneten Pfade nicht verlassen. Jedes Jahr verirren sich viele Touristen, die mit großem Aufwand gerettet werden müssen.nach oben
Helsinki mit seinen rund 590.000 Einwohnern ist die wichtigste Stadt des Landes und gilt als kulturelles, wirtschaftliches und geistiges Zentrum. Nimmt man noch die angrenzenden Städte des Ballungsraums Helsinki hinzu, dann leben in dieser Region mit 1,3 Mio. Einwohnern gut ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Weitere wichtige Städte sind Tampere, Turku, Lahti, Oulu und die lappländische Hauptstadt Rovaniemi. Der wichtigste Flughafen des Landes ist Helsinki-Vantaa, zu dem es auch jede Menge Direktverbindungen vom restlichen Europa aus gibt. Die Reise mit der Fähre bietet sich an. Vom deutschen Travemünde und Rostock aus gehen Fährverbindungen nach Finnland. Wer mit dem Auto anreisen will, der kann das am schnellsten tun, indem er über die schwedische Stadt Helsingborg nach Stockholm fährt und von dort die Fähre nimmt. Mit der Bahn fährt man am sinnvollsten über Dänemark und Stockholm, von wo aus eine Fähre nach Südfinnland geht.
Mitte Mai bis Ende Septembernach oben
In den meisten Regionen sind Unterkünfte auch ohne Reservierung erhältlich. In größeren Städten ist es aber ratsam, Unterkünfte zu reservieren. In den Sommermonaten empfiehlt es sich auch in stark-frequentierten Tourismusgegenden, wie dem Oulanka-Nationalpark ein Zimmer vorab zu buchen. Wer etwas ganz Besonderes erleben möchte, der sollte sich im Sommer eine finnische Blockhütte mieten.
Die Standardreise-Apotheke ist ausreichend für Finnland. Das Land hat eine exzellente medizinische Versorgung, jedes Medikament ist erhältlich. EU-Bürger können über die Europäische Krankenversicherungskarte Zugang zum Gesundheitssystem erlangen.Leitungswasser hat im ganzen Land Trinkwasserqualität. Wappnen sollte man sich aber vor allem gegen die finnische Mückenplage, die einen Aufenthalt am Wasser vor allem in den Sommermonaten zur Qual machen kann.nach oben
Das finnische Klima ist kaltgemäßigt und teilt sich in mehrere Klimazonen. Während man in Lappland noch im Juni Skifahren kann, sind im Süden des Landes mit mitteleuropäischem Klima 30 Grad in den Sommermonaten keine Seltenheit. Im Norden herrscht arktisches Klima. Die Sommer beginnen hier einen Monat später und enden einen Monat früher. Vor allem der finnische Herbst von Oktober bis Dezember ist nass, kalt und ungemütlich und nicht gerade eine gute Reisezeit.Für eine Finnland Reise lohnt es sich immer Pullover und warme Sachen dabei zu haben. Zwar können die Sommermonate sehr warm und angenehm sein, dennoch kühlen die Nächte schnell ab.
220 Volt/50 Hertz entspricht dem europäischen Standard. nach oben
Euro (€, EUR, Währung der Europäischen Union). 1 EUR = 100 Cent. Bargeld kann an Geldautomaten behoben werden. Gängige Kreditkarten werden in Banken, vielen Restaurants, Tankstellen, Hotels, Geschäften und von Autovermietern akzeptiert. Trinkgeld ist in Finnland kein Standard. Hier geht man davon aus, dass mit dem Bezahlen der Rechnung diese beglichen ist. Dennoch gilt es nicht als Beleidigung, ein Trinkgeld zu geben. 10 % sind hier angemessen.
Finnland hat einen relativ geringen Anteil an Rauchern. Die Zigarettenpreise bewegen sich etwa zwischen 4,5 bis 5 € pro Schachtel. Seit 2007 gilt in finnischen Gaststätten allgemeines Rauchverbot. Zwar gibt es die Möglichkeit besondere Raucherzimmer einzurichten, jedoch haben nur wenige Lokale davon Gebrauch gemacht.nach oben
Die überwiegende Mehrheit der finnischen Bevölkerung gehört der evangelisch-lutherischen Kirche an. Daneben sind gut 1,1 % der Bevölkerung griechisch-orthodoxen Glaubens. Diese beiden Kirchen sind per Verfassung als Volkskirchen festgeschrieben, die zugleich auch Religionsfreiheit garantiert. Als besonders fromm gelten die Finnen nicht. Weniger als 10 % der Bevölkerung sind regelmäßige Kirchgänger und im Alltag spielt Religion keine große Rolle mehr.
In Finnland gilt Rechtsverkehr. Das im Kreisverkehr befindliche Auto hat Vorrang. Die Geschwindigkeiten im Ortsgebiet ist 50 km/h, Landstraße/Schnellstraße 80-100 km/h und auf Autobahnen 120 km/h. Autofahrer benötigen einen gültigen Führerschein. Das Mitführen von Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten sind gesetzlich verpflichtend. Dies wird bei Verkehrskontrollen überprüft. Das Fahren mit Licht am Tag ist Pflicht. Das Alkohollimit am Steuer beträgt 0,5 Promille.nach oben
Europa Notruf: 112Feuerwehr: 110Polizei: 10022Rettung: 112Abschleppdienst: 0200 80 80
In Finnland sind Mietwagen aller namhafter Mietwagenfirmen standardmäßig mit Winterreifen ausgestattet. Mietwagen sind prinzipiell mit manuellem Schaltgetriebe ausgestattet. Automatikgetriebe sollte bei Buchung extra bestellt werden.nach oben
An Finnlands Tankstellen wird selber getankt. Der Kunde wählt einen Kraftstoff (alle bleifrei) aus und bezahlt danach an der Kasse. Das Tanken an Autobahnen ist tendenziell etwas teurer. Die meisten Tankstellen sind meist nur bis 21 Uhr geöffnet.
Keine. In Finnland muss für das 700 km lange Autobahnnetz keine Straßengebühr entrichtet werden. Auch das sonstige Straßennetz ist frei nutzbar.
nach oben
Bahn:Das finnische Schienennetz ist weitmaschig und verbindet vor allem die größeren Städte miteinander. Ein Großteil des Netzes ist eingleisig und zum Teil nicht elektrifiziert. Es gibt Hochgeschwindigkeits- und Nachtreiseverbindungen in die meisten größeren Städte. Mehr Info hier. Schiff:Finnland ist von Westeuropa aus am besten mit einer Fähre erreichbar. Von Schweden, Dänemark, Deutschland und Lettland aus gehen viele Fährverbindungen. Auf dem Festland werden ebenfalls viele Fährverbindungen - vor allem über die finnische Seenplatte - angeboten. Besonders in den Sommermonaten ist dies ein Erlebnis. Mehr Info hier. nach oben
Die finnische Geschichte spielte sich vor allem im Spannungsfeld zwischen Schweden und Finnland ab. Erst im Jahr 1917 erlangte das Land nach dem Frieden von Brest-Litowsk die Unabhängigkeit von Russland. Die Anbindung Finnlands an Schweden war ein allmählicher Vorgang. Während der schwedischen Großmachtperiode gelang es Schweden, seine Gebiete in Kriegen gegen Dänemark, Russland und Polen zu erweitern. In dieser Zeit wurde Finnland in das schwedische Verwaltungsgebiet integriert. Erstmals festgelegt wurde die finnische Ostgrenze im Vertrag von Nöteborg.In den folgenden Jahrhunderten trugen Wanderungsbewegungen dazu bei, dass sich die Anbindung Finnlands an Schweden verfestigte. Vom 14. bis zum 16. Jh. war Finnland in der Kalmarer Union ein fester Bestandteil Schwedens. Im 18. Jh. schwand dann die Vormachtsstellung Schwedens. Im Zuge der Napoleonischen Kriege verbündete sich Russland mit Frankreich und griff Schweden an. Schweden musste weite Gebiete an Russland abtreten - darunter die heutige Südhälfte Finnlands, die Ålandinseln sowie Teile Lapplands und Västerbottens. Finnland war ab dieser Zeit ein Teil des Russischen Reiches, genoss aber weitgehende Autonomie.Mit dem Erstarken des finnischen Nationalbewusstseins ab dem Ende des 19. Jh. bildeten sich Unabhängigkeitsbewegungen, die sich vor allem gegen die zunehmende Zentralisierung des Russischen Reiches wendeten. Nach dem Zusammenbruch des Russischen Zarenreiches durch die Oktoberrevolution erklärte das finnische Parlament Finnland 1917 für unabhängig. Es folgte ein dreimonatiger Bürgerkrieg, in dem die republikanischen Weißen gegenüber den Kommunisten die Oberhand gewannen. Durch den Hitler-Stalin Pakt 1939 wurde Finnland der russischen Interessensphäre zugeschrieben. 1939 griff die Sowjetunion Finnland an, was den Auftakt zum Winterkrieg bildete. Trotz großer Erfolge der finnischen Armee gegen die zahlenmäßig weit überlegene Rote Armee musste schließlich 1940 der Frieden von Moskau geschlossen werden, durch den Finnland weite Teile Kareliens an die Sowjetunion abtreten musste. Nach dem Angriff des Deutschen Reiches auf die Sowjetunion 1941 verbündete sich Finnland mit dem Deutschen Reich mit dem Ziel, die verlorenen Gebiete wieder zurückzugewinnen. Als die deutsche Front zusammenbrach musste Finnland 1944 mit der Sowjetunion einen Seperatfrieden abschließen, durch die die Gebietsverluste bestätig und außerdem noch Petsamo abgetreten werden musste.Im Kalten Krieg nahm Finnland eine neutrale Haltung zwischen den Blöcken ein. Ein Freundschafts- und Kooperationsabkommen wurde geschlossen, das der Aussöhnung mit der Sowjetunion diente. Nach dem Zusammebruch der Sowjetunion kam es zu einer schweren Wirtschaftskrise Anfang der 90er Jahre, die jedoch wieder etwas abflaute. Erst 1995 trat Finnland als Vollmitglied der Europäischen bei, wodurch sich die wirtschaftliche Lage weiter entspannte. Heute zählt Finnland zu den wohlhabenderen Ländern der EU. Mehr Infos zur finnischen Geschichte nach oben
www.finnland-institut.de www.visitfinland.com
Amazon.de Widgets